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Landshuterinnen


Auf den Spuren von mehr oder weniger bekannten Frauen in Landshut - geleitet von Heike Holzapfel
Ihnen begegnen Frauen, die in Landshut geboren wurden, hier lebten oder wirkten. Nach welchen Frauen wurde eine Straße benannt? Welche Landshuterin war Olympionikin oder Weltmeisterin? Eine war Prinzessin, eine zu Besuch, eine andere ohne Chance...
Eine Tour – nicht nur zum Weltfrauentag!
Dauer: 90 Minuten.

Treffpunkt: Innenhof der Volkshochschule, Obere Ländgase,

Zeitpunkt: 24. Juli, 18.00 Uhr

 

Herzliche Einladung an alle Frauen im Netzwerk - auch Gäste können gerne mitgebracht werden !!

 

Anmeldung erbeten : Margarete.Paintner@landshut .de

 

 

 

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Vortrag von Kathrin Lübke, Dipl.-Psychogerontologin(Uni) 

 

Am Freitag, 16.3.2017 um 19.00 Uhr im

Vortragssaal der Lebenshilfe e.V., Spiegelgasse 207 in Landshut. 

 

VeranstalterInnen: Frauenhäuser AWO und Caritas, Diakonisches Werk, DGB, SPD, Gleichstellungsstelle Stadt Landshut

 

Wie wollen wir Frauen im Alter leben und was darf es kosten?

Eine Frage, die wir uns stellen und der wir uns auch stellen müssen. Die materielle Lage ist von entscheidender Bedeutung für die Lebenssituation im Alter. Ein ausreichendes Einkommen stellt eine grundlegende Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Integration aller – und damit auch älterer – Menschen dar. Interessante Fragestellungen in diesem Zusammenhang sind: Hat sich die materielle Lage älterer Menschen in den letzten Jahren verbessert oder verschlechtert? Gibt es bestimmte gesellschaftliche Gruppen, bei denen ein besonderer materieller Bedarf festzustellen ist? Ist Armut im alter geschlechterspezifisch?

Der Vortrag am Internationalen Frauentag zur Thematik Armut bei älteren und alten Frauen spricht aktuelle Kernaussagen zur Einkommens- und Armutssituation älterer Menschen innerhalb Deutschlands an. Neben objektiven Armutskriterien wie der z.B. erwartete Anstieg der Armutsgefährdung für Personen im Rentenbezug (BabyboomerInnen) werden auch subjektive Kriterien angesprochen. Denn objektive Armutsbewertungen sind häufig nicht identisch mit der subjektive Einschätzung der eigenen Bedürftigkeit.

Kurze Videosequenzen zeigen beispielhafte Lebenssituationen älterer Frauen. Mal Zeitung lesen im Café ist z.B. nur drin, weil eine Rentnerin drei Nebenjobs hat. Aber wie lange kann die 72-Jährige das noch machen? Oder folgende Lebenssituation einer Rentnerin, die Grundsicherung beantragt hat, als sie schon lange in Rente war. Obwohl sie sich keine Katze und keinen Ausflug leisten kann, würde sie sich nicht als arm bezeichnen.

Armut ist geschlechterabhängig, denn die Armutsgefährdungsquote in Bayern in der Gruppe der ab-65-Jährigen liegt für Männer bei 16,1 Prozent, für Frauen bei 21,2 Prozent und für allein lebende Frauen bei 28,3 Prozent (BSMASFF: Dritter Bericht der Staatsregierung zur sozialen Lage in Bayern, München. 2012).

Das spezifische weibliche Alter(n) ist das Schwerpunktthema dieses Vortrages, indem spezifische Armutsrisiken und Ursachen bei Frauen vorgestellt und diskutiert werden. Wie wir Frauen im Alter leben wollen, ob Arbeit im Alter als unerlässlich erachtet wird, ob ich meinen Lebensstandard halten kann, ob uns das Betreuungsgeld, die Rente mit 67 oder die Riester- Rente nützt, stellen diskutierbare Thesen dar. Welche Möglichkeiten es zur Prävention weiblicher Altersarmut gibt werden thesenhaft im Vortrag angesprochen, einerseits auf der politischen Ebene wie betriebliche Gleichstellungsmaßnahmen, steuerliche Anreize, angemessene Berücksichtigung von Erziehungs- und Pflegezeiten in der Rente oder auch Spielräume in der Familienpolitik. Andererseits auf gesellschaftlich- individueller Ebene, indem wir bei gesellschaftlichen Rollenbildern durch gendersensible Schulung ansetzten, das intergenerationelle Miteinander fördern oder uns ein soziales Kapital aufbauen.

 

 

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Frauennetzwerk Landshut                                                                                                     März 2017

 

Frauenplenum

Antrag zur Verbesserung der Wohnsituation in Landshut mit einem „Runden Tisch“

 

Bereits seit Jahren beklagen die  Vertreterinnen der verschiedenen Beratungsstellen, die im Frauennetzwerk vertreten sind, dass es schwer bis unmöglich ist, für Klientinnen angemessenen Wohnraum zu finden.

Die Situation auf dem Wohnungsmarkt in Landshut ist längerer Zeit sehr angespannt. Es fehlen nach unseren Beobachtungen angemessene und bezahlbare Wohnungen. Besonders betroffen von diesem Mangel sind Familien mit Kindern, Alleinerziehende mit Kindern, Flüchtlingsfamilien und Personen in prekären Lebens- und Arbeitsverhältnissen.

Wir fordern hier ein wirksames Gegensteuern und Initiativen zum sozialen Wohnungsbau. Dafür sollen alle Fördermöglichkeiten, die sich der Stadt anbieten, genutzt werden. Für die Umsetzung des notwendigen Ausbaus sollen innerhalb der Stadtverwaltung effiziente Strukturen, z.B. durch eine Bündelung der Zuständigkeiten und Aufgaben, geschaffen werden.

Als Sofortmaßnahme fordern wir einen „Runden Tisch“, der sich regelmäßig  3 – 4 x im Jahr und prominent moderiert ( siehe Beispiel „Runder Tisch Flüchtlinge“) ,  trifft.

Am runden Tisch sollen  u.a. VertreterInnen aus den zuständigen städtischen Abteilungen, insbesondere Wohnungsamt, Liegenschaftsamt, Migrationsamt usw.  und VertreterInnnen aus den relevanten Einrichtungen  und Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände teilnehmen. Der Kreis der Beteiligten kann sich dabei je nach Thematik verändern  oder erweitern.  Die Federführung für den „Runden Tisch“ liegt bei der Stadtverwaltung.

Ziele des Gremiums ist, sowohl die unterschiedlichen Bedarfe zeitnah zu erfassen und pragmatische Vorschläge und Lösungsansätze zu finden. Die Vernetzung der beteiligten Stellen und die Gestaltung von Schnittstellen, der direkte Austausch und lösungsorientierte Betrachtung von Problemfeldern sollen zu spürbaren Verbesserungen für Betroffenen bei der derzeit fast aussichtslosen Wohnungssuche führen.

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Vorschau 2017

Beim Treffen im Januar ( 16.01.) sollen die Themen für das Frauenplenum im März vorbereitet werden. Wir hoffen hier auf eine rege Beteiligung!

 

Diskutiert wurde im November-Netzwerk , für Juni 2017 nächsten Jahres ein öffentliches "Fachgespräch" zu relevanten Themen unter Beteiligung der verschiedenen Institutionen und der Politik durchzuführen.

Ziel ist es  u.a. verschiedene Anliegen wie  Armut insbesondere von Alleinerziehenden und alten Frauen, den sozialen Wohnungsbau oder die Barrierefreiheit in der Stadt zu thematisieren und auch Projekte, die bereits laufen und Arbeit, die bereits geleistet wird, vorzustellen.

 

Noch geht es darum das Konzept genauer zu entwickeln, die Themen zu sammeln und vorzubereiten.

Es ist vorgesehen, hierfür eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich außerhalb der Netzwerktreffen dieser Aufgabe annimmt. Ein erstes Treffen ist für Januar vorgesehen.

Wer Zeit und Interesse hat, mitzuarbeiten, sollte sich bitte melden. Der erste Termin soll am Dienstag 24.01. sein, der Ort wird noch bekannt gegeben.


 

Mit herzlichen Grüßen

Margarete Paintner

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Altersarmut von Frauen
Die Landshuter Zeitung hat in einem Artikel bereits 2010 über das Risiko Altersarmut berichtet und das vergleichsweise niedrige Rentenniveau von € 530 in Landshut dargestellt.
Dahinter verbirgt sich die nochmals deutlich schlechtere ist die Situation von Frauen über 65 Jahren. Die durchschnittliche Rente einer Frau in Landshut ist  437 € gegenüber von 784 € eines Mannes!
Die  Zahlen zeigen, dass Frauen, bedingt durch ein geringeres Arbeitseinkommen und ihre Erwerbsbiographie im Alter ein höheres Armutsrisiko haben als Männer. Damit sind sie weiterhin besonders von Altersarmut betroffen.

Die aktuellen Entwicklungen lassen befürchten, dass Altersarmut auch in Zukunft bei Frauen zunehmen wird.
Gründe dafür sind:

  • die geringere Dauer der Erwerbstätigkeit von Frauen durch familien- und teilzeitbedingte Unterbrechungen,
  • ein oft höherer Anteil an Teilzeitarbeit,
  • geringfügige Beschäftigung,
  • Arbeitslosigkeit und
  • das immer noch niedrigere Einkommensniveau von Frauen.


Nachdem die Rentenversicherung vom Modell des durchgehend in Vollzeit erwerbstätigen Mannes ausgeht, müssen die sehr viel häufiger unterbrochenen Erwerbsverläufe von Frauen sich zwangsläufig negativ auswirken.

Eine der wichtigsten Ursachen von Altersarmut bei Frauen ist die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung sowohl auf dem Arbeitsmarkt wie im häuslichen Bereich. Das beeinflusst die Berufswahl und in der Konsequenz die Karrierechancen. Noch immer sind die klassischen Frauenberufe deutlich schlechter bezahlt. Insgesamt erhalten Frauen eine um 23 % geringere Bezahlung als Männer. Damit liegt die Entgeltungleichheit in Deutschland deutlich über dem EU-Durchschnitt von 15 %.

Die Verringerung der Altersarmut von Frauen setzt zwingend die Erweiterung des Berufswahlspektrums voraus. Frauen muss es möglich sein, bei guter Qualifikation und Ausbildung mit nur geringen Unterbrechungen und einem guten Einkommen Beruf und Familie vereinbaren zu können.
Notwendig ist u.a.

  • eine Berufsberatung, die ein Problembewusstsein für Altersarmut schafft
  • betriebliche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • weitere Verbesserung staatlicher Maßnahmen wie Elternzeit und Elterngeld
  • weiterer Ausbau der kommunalen Kindertagesbetreuung
  • Abschaffung der Lohndiskriminierung
  • Gesellschaftliche und finanzielle Aufwertung der klassischen Frauenberufe


Neben diesen präventiven Ansätzen sind für die jetzt von Altersarmut Betroffenen frauenspezifische Information und Beratung über die Grundsicherung und weitere Unterstützungsmöglichkeiten nötig.
Maßnahmen wie der Sozialpass oder die Landshuter Tafel leisten wirksame Hilfen.

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